Firmengärten Wettbewerb
Firmengärten Wettbewerb 2017
 

Parkgelände des AWO Psychiatriezentrum Königslutter

Organisation

Name: AWO Psychiatriezentrum Königslutter
Krankenhaus
MitarbeiterInnen: > 50
BewohnerInnen/PatientInnen: > 100
Adresse: Vor dem Kaiserdom 10, 38154 Königslutter am Elm
Telefon: 05353900
Webseite: www.awo-psychiatriezentrum.de

Projekt

Adresse: Vor dem Kaiserdom 10, 38154 Königslutter am Elm

Planung: Selbst

Bau/Ausführung: Selbst

Pflege: Selbst

Bewerbung mit: Gesamtanlage

Anlage wird genutzt von:
  • MitarbeiterInnen/Personal
  • PatientInnen/BewohnerInnen
  • BesucherInnen/Angehörige
  • Nachbarschaft
  • verschiedene Veranstaltungen
Beschreibung:

Besucher, die das Gelände des AWO Psychiatriezentrum (APZ) Königslutter betreten, können nur erahnen, was sich für Besonderheiten auf dem über 150 Jahre alten Psychiatriegelände verbergen: eine bunte Vielfalt an Blumen, botanische Raritäten, uralten Schönheiten und Orten, die die Sinne beflügeln.

Beginnt man seinen Spaziergang am Kaiserdom, der direkt an das APZ-Gelände grenzt, betritt man zunächst den Berggarten, der sich im Schatten des imposanten Bauwerkes befindet. Der Garten wurde vermutlich vom ersten Direktor der Heil- und Pflegeanstalt Königslutter, Dr. Jean Paul Hasse, initiiert, "aus hygienischen und therapeutischen Gründen". Auch heute finden dort therapeutische Angebote der hauseigenen Physiotherapie statt, wie zum Beispiel Qi Gong.

 

Viele der heutigen Patienten nennen den Berggarten "Zaubergarten" aufgrund seiner verwunschenen Erscheinung. Das vorherrschende Gestaltungselement ist Wasser. Zwei Teiche und eine vierstufige Kaskadenanlage, welche durch die dort fließende Lutter gespeist werden, stehen im Mittelpunkt. Die Besonderheit ist die Sichtachse. Sowohl vom oberen als auch vom unteren Teil kann der Betrachter alle vier Wasserfälle zugleich bestaunen, wobei nur drei Wasserfälle in Betrieb sind. Jedes Jahr im August lädt die besondere Atmosphäre des Berggartens zahlreiche Besucher zur Sommernacht am Kaiserdom.

Der Berggarten wartet zudem mit einem vielfältigen Baumbestand auf: Neben typischen Baumarten wie Sommerlinde, Stieleiche, Esche, Buche und Hainbuche gibt es auch einige eher außergewöhnliche Arten: Blutbuche, einen Tulpenbaum und drei Lebensbäume. Weitere botanische Raritäten auf dem APZ-Gelände sind die farnblättrige Buche, die geschlitztblättrige Rosskasstanie, Purpur-Magnolie, Blauglockenbaum und Weihrauchzeder.

 

Tritt der Besucher aus dem Berggarten heraus, eröffnet sich ihm die imposante Krone der tausendjährigen Linde – einem Naturdenkmal der ganz besonderen Art, welches viele Touristen auf das APZ-Gelände lockt. Der Platz rundum die Linde ist jährlich Mittelpunkt des Domfestes am letzten Juni-Sonntag.

Gleich in der Nähe der Linde befindet sich der erste Punkt des "Pfad der Sinne". Auf dem gesamten Gelände verteilen sich zwölf Standorte. Sowohl Besucher als auch Patienten können ihre Sinne auf diesem Pfad nachspüren. So gibt es für das Gehör den Summstein, die stumme Windharfe, das Metallophon, das Lithophon und den Klangkreis. Zum Sehen und Riechen ist der Kräutergarten da – ebenso wie das Lavendellabyrinth und der Duftgarten. Für das Gleichgewicht und das Fühlen gibt es die Balanciertauschnecke und den Barfußpfad. Zudem können die Besucher die Pflanzen- bzw. Sonnenuhr sowie das Dreizeitenpendel bewundern.

 

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Klinik (2015) startete das APZ mit Schulen und Institutionen das Kunstprojekt "Eine Karawane zieht durch das Land". Bei diesem Projekt wurden elf große Kamele aus Fieberglas von Schülern künstlerisch gestaltet. Zum Jubiläumsfestakt wurden diese erstmalig auf dem Platz vor der Linde als Karawane aufgebaut. Mittlerweile zieren sie die langgestreckte Auffahrt zum Klinikum.

 

Zum Gelände gehört ein Anstaltsteich in den Lutterwiesen, in dessen oberem Drittel sich eine Insel mit einem eingelassenen Naturschwimmbecken befindet. Das gut 32 Hektar große Gelände muss natürlich gepflegt werden. Das übernimmt die hauseigene Gärtnerei mit acht Mitarbeitern und sechs Auszubildenden. Hinzu kommen um die zehn Patienten der Arbeitstherapie, die je nach Möglichkeiten in allen Bereichen der Gärtnerei eingebunden werden. Sie alle sorgen dafür, dass das Gelände das ganze Jahr über in den verschiedensten Farben blüht, das Unkraut gejätet, Bäume und Sträucher richtig gestutzt werden – so dass sich Besucher, Mitarbeiter, Patienten immer wieder einer neuen Farben- und Pflanzenpracht gegenübersehen. Altes und Neues wird von ihnen so integriert, dass sich ein harmonisches Gesamtbild entfaltet. Ein Besuch des APZ-Geländes ist somit zu jeder Jahreszeit ein Genuss.

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