Firmengärten Wettbewerb
Firmengärten Wettbewerb 2017
 

Therapiegarten - Haus St. Michael

Organisation

Name: Haus St. Michael
Seniorenheim
MitarbeiterInnen: > 50
BewohnerInnen/PatientInnen: 50 - 100
Adresse: Klosterstraße 8a, 49179 Ostercappeln
Telefon: 05473/29-600

Projekt

Adresse: Klosterstraße 8a, 49179 Ostercappeln

Planung: Selbst

Bau/Ausführung: Selbst

Pflege: Selbst

Bewerbung mit: Teilbereich - Therapiegarten

Anlage wird genutzt von:
  • MitarbeiterInnen/Personal
  • PatientInnen/BewohnerInnen
  • BesucherInnen/Angehörige
Beschreibung:

”Sinnesgarten im Altenpflegeheim Haus St. Michael”

 

Eine Umgebung abgestimmt auf die Bedürfnisse Demenzkranker

 

Kurzvorstellung des Projektes:

Das Altenpflegeheim Haus St. Michael benötigt dringend einen Ort, an dem sich Angehörige und Pflegepersonal mit demenziell veränderten Bewohnern in sicherer und anregender Umgebung aufhalten können. Ein Landschaftsgärtner und ein Architekt planten ehrenamtlich den Entwurf für einen Sinnesgarten, der speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenzerkrankungen ausgerichtet ist. Ziel des Sinnesgarten ist es, die Bewohner des Altenpflegeheimes Haus St. Michael über Sinneserfahrungen (hören, riechen, sehen, schmecken, fühlen) ganzheitlich zu aktivieren und positive Erinnerungen in tief liegenden Bewusstseinsschichten zu wecken.

 

Hintergrund des Projektes:

Im Altenpflegeheim Haus St. Michael pflegen und betreuen wir derzeit 52 Bewohner, von denen etwa 80% an einer demenziellen Persönlichkeitsveränderung leiden. Das Krankheitsbild und die seit Jahren steigende Zahl der Erkrankten stellen neue Anforderungen und Belastungen an die Pflege und Betreuung. Dieses zeigt sich nicht allein in unserer Einrichtung. Vielerorts wird nach geeigneten Möglichkeiten gesucht, dem Krankheitsverlauf entgegen zu wirken und der häufigen Unruhe der Dementen etwas entgegen zu setzen. Dabei haben sich sogenannte Sinnesgärten oftmals bewährt.

Ziel ist es die Kontakte zwischen der älteren und jüngeren Generation zu intensivieren, um damit die Problematik des demographischen Wandels aufzugreifen. Der Sinnesgarten soll Raum und Anlass für das Zusammentreffen von Bewohnern, Angehörigen sowie jungen und älteren Menschen aus der gemeinde Ostercappeln und Umgebung schaffen.

 

Ziele des Projektes:

Der Sinnesgarten am Altenpflegeheim Haus St. Michael ist für Angehörige, Freunde des Hauses und Pflegepersonal ein Anlaufpunkt, an dem sie sich in sicherer und anregender Umgebung mit den an Demenz erkrankten Bewohner aufhalten können. Menschen mit Demenzerkrankungen sind oft nicht mehr durch Sprache, dafür aber, wie die Erfahrung in der Pflege und Betreuung deutlich zeigt, über ihre 5 Sinne erreichbar. Durch Hören, Riechen, Sehen, Schmecken und Fühlen sollen positive Erinnerungen in tief liegenden Bewusstseinsschichten geweckt werden. Der Sinnesgarten lädt zum Mitmachen ein. Indem Demenzkranke vertrauten Beschäftigungen wie Unkraut jäten, Schubkarre schieben, Äpfel pflücken, Brombeeren naschen, Möhren ernten etc. nachgehen, trainieren sie ihr Gehirn, indem Erinnerungen aus der früheren Lebenswelt der demenziell veränderten Menschen geweckt werden. Dies wirkt dem geistigen Verfall entgegen. Die Demenzkranken erfahren Geborgenheit und Sicherheit, selbst wen die Erkrankung bereits soweit fortgeschritten ist, dass sie die eigenen Familienmitglieder nicht mehr erkennen vermögen.

Der Zugang zu einer sicheren und anregenden Außenanlage soll den Demenzkranken ein möglichst normales Leben bieten, ihre Sinne aktivieren sowie ihre sozialen Kontakte im Umgang mit Personal und Angehörigen unterschiedlichen Alters fördern. Der Sinnesgarten ermöglicht es, externe Gruppen einzuladen, Zeit mit den Bewohnern des Hauses St. Michael im Sinnesgarten zu verbringen und dieses mitzugestalten. Dabei haben wir insbesondere die Zusammenarbeit mit Jugendgruppen z.B. Firmgruppen und Schulklassen der angrenzenden Schulformen im Blick. Dieses ist von besonderer Bedeutung, da ältere Menschen erwiesenermaßen durch den Kontakt mit Kindern und Jugendlichen nicht nur kognitiv, sondern auch emotional gefordert werden. Damit sollen zum einen wie bereits erwähnt, die Entwicklungen des demographischen Wandels aufgegriffen werden, den Bewohnern aber vor allem aufgezeigt werden, dass sie in der heutigen Gesellschaft eine bedeutsame Funktion einnehmen, indem sie ihre Ressourcen für die nachfolgende Generation aktivieren. Durch diese ganzheitliche Ansprache im Kontakt der Dementen mit jungen Menschen wird ebenfalls dem geistigen Verfall vorgebeugt.

 

- weitere Dinge, siehe PDF-Datei -

Dateien:

Bilder:

 

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