Firmengärten Wettbewerb
Firmengärten Wettbewerb 2017
 

Wettbewerbskriterien

Wir suchen Gärten oder grüne Winkel, die in niedersächsischen oder bremischen Unternehmen der Gesundheitsbranche zu finden sind. Das Spektrum der Anlagen kann je nach Art der Einrichtung, ob Krankenhaus, Seniorenheim, Therapie-Einrichtung oder -Praxis ganz vielfältig sein. Dem „Grün“ in und um Unternehmen bzw. der Einrichtung und somit auch der Teilnahme sind kaum Grenzen gesetzt. Einzige Voraussetzungen ist der Bezug zu "Gesundheit - Pflege - Therapie". Abgestimmt auf die Wettbewerbsziele wurden vier Bereiche an Bewertungskriterien formuliert, welche die Grundlage zur Beurteilung der eingereichten FirmenGärten bilden. 

Die Jury beurteilt die eingereichten Projekte hinsichtlich des Themas

  • "Gesundheit - Pflege - Therapie"

sowie in Bezug auf ihre

  • Soziale Funktion
  • Gestalterische Qualität
  • Ökologie / Umweltqualität

"Gesundheit - Pflege - Therapie"

Schon bei den letzten Wettbewerben zeigte sich, dass es bei Einrichtungen der Branche Gesundheit – Pflege – Therapie sehr attraktive FirmenGärten gibt, die über die vorgenannten drei klassischen „Aufgaben“  hinaus eine ganz besondere Zielsetzung haben: sie können und sollen für die PatientInnen oder NutzerInnen auch einen pflegerischen und/oder therapeutischen Beitrag leisten.

Das machte das Wettbewerbsteam neugierig und so entstand dieser Wettbewerb 2017, der sich ausschließlich auf diese besonderen FirmenGärten konzentriert. Eignen sie sich also neben den vorgenannten Nutzungsfunktionen auch für pflegerische und therapeutische Zwecke? Für welche Zielgruppe (z.B. Demenzerkrankte, Reha-PatientInnen, etc.) ist die Gartenanlage konzipiert? So kann die Gartenanlage neben sinnstiftender Betätigung auch den Schwerpunkt der Bewegungsförderung haben oder sich auf die Wahrnehmung der Sinne fokussieren.

Auf Grund dieser vielfältigen Nutzungsansätze und daher ebenso mannigfaltigen Gestaltungsideen geht es vornehmlich darum herauszufinden, welche Gärten es schon gibt, welche Konzepte hierfür vorhanden waren und was in ihnen gelingt. Denn für die Umsetzung stehen unterschiedliche Gestaltungs- und Ausstattungselemente zur Verfügung, so z.B. bei der baulichen Ausgestaltung (u.a. barrierefreie Zugänge, Wege, Rampen- und Treppensituationen, Hochbeete etc.), bei den verwendeten Materialen und der Ausstattung. All dies sowie die gartenarchitektonische Planung und die verwendeten Gestaltungselemente sollen bewertet werden.

Soziale Funktion

Grünzonen und sinnvoll gestaltete Freiräume spielen in der Gesundheitsbranche eine bedeutende Rolle. Sie sind als interne und soziale Treffpunkte für PatientInnen/BewohnerInnen wie auch MitarbeiterInnen gleichermaßen von großer Bedeutung. Für PatientenInnen/BewohnerInnen sind sie ein Zufluchtsort, an dem sie die Seele baumeln lassen können, soziale Kontakte über Zimmer- und Stationsgrenzen hinaus möglich sind und Rückzugsmöglichkeiten bieten. Gleichmaßen bieten Gärten auch für die Beschäftigten Begegnungsflächen, die den fachlichen Austausch fördern, kollegiale Gespräche außerhalb der eigentlichen Arbeitsumgebung ermöglichen und kurzfristige Rückzugsmöglichkeiten darstellen. Sie bieten Entspannung und Arbeitsstätten-nahe Erholung und fördern dadurch den Abbau von Stress. Schließlich geben sie sowohl für PatientInnen/BewohnerInnen wie auch MitarbeiterInnen die Möglichkeit, kurz mal abzuschalten, die Natur wahrzunehmen und durch diese kleine „Auszeit“ wieder neue Kraft und Motivation für anstehende Aufgaben und den Genesungsprozess zu tanken und somit zur Steigerung des Wohlbefindens und der Lebensqualität beizutragen.

Gestalterische Qualität

Diese positiven Effekte greifen dann besonders intensiv, wenn die Freiflächen gut und nachvollziehbar gestaltet sind. Hierzu gehören passend gewählte Materialien, mit Bedacht ausgewählte, vielfältige Pflanzen, Verwendung von Wasser und sonstiger gartenarchitektonischer und –therpeutischer Mittel sowie eine wohltuende Anordnung und Dimension dieser Gestaltungselemente, unter Berücksichtigung und Einbindung therapeutischer Belange und Maßnahmen. Vorausschauende EigentümerInnen/Träger von Einrichtungen im Gesundheitswesen wissen, dass Gebäude und Außenanlagen die Visitenkarten ihres Unternehmens sind. Sie prägen das Erscheinungsbild und vermitteln MitarbeiterInnen und vor allem PatientenInnen/BewohnerInnen und BesucherInnen einen wichtigen ersten, oft bleibenden Eindruck von der Einrichtung, der die hohe Wertigkeit der Einrichtung widerspiegelt.

Ökologie / Umweltqualität

Seniorenheime, Krankenhäuser, Therapieeinrichtungen und –praxen etc. liegen oftmals in zentralen, innerstädtischen Lagen mit mehr oder weniger geringem Bezug zu naturgeprägten Flächen. An solchen überwiegend stark versiegelten Standorten kann ein gut gestaltetes Firmengelände mit seinen unbefestigten und begrünten Außenanlagen eine erhebliche positive ökologische Wirkung erzielen. Bei gut durchdachter Anlage können Lebensräume, Futterquellen und Nistmöglichkeiten wertvolle Auswirkungen auf die Umwelt entfalten. Nicht zuletzt verbessern sie das Kleinklima, indem z.B. Bäume Schatten spenden, Wind bremsen, und durch die Verdunstung von Pflanzenoberflächen die Luft abkühlen. Schließlich werden auch Immissionen von Schall und Staub vermindert und unbefestigte Bodenoberflächen lassen Regenwasser versickern. Eine weitere Steigerung der positiven ökologischen Wirkungen ist durch die Begrünung von Fassaden und Dächern möglich. Auf diese Weise können im optimalen Fall gut gestaltete FirmenGärten sogar eine ökologische Ausgleichfunktion entwickeln.

 
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